Stellungnahme SPD-Fraktion zu TOP 18 - Grundsatzbeschluss Galerie im Schützenhaus, SVV am 14.03.2008
Nach eingehender Beratung hat sich die SPD Fraktion entschieden, dem Ausbau des Dachgeschosses zu einer Galerie zum jetzigen Zeitpunkt zuzustimmen.
Folgende Gründe lagen dieser Entscheidung zu Grunde:
- Da die Gewerke noch vor Ort sind, ist es in der Tat richtig, die Grundsatzentscheidung über die Nutzung jetzt zu treffen. Das bedeutet aber nicht, dass wir den Weg und das Prozedere der Entscheidungsfindung gutheißen. Die uns zur Entscheidungsfindung vorgelegten Unterlagen sind mehr als dürftig. Entgegen der Beschlussvorlage hat der Bauausschuss diese Entscheidung nicht beraten.
- Bisher liegt keine langfristige Konzeption für die Nutzung der Galerie vor und die den Mitgliedern des Hauptausschusses vorgelegten 9 Anfragen von Malern und Künstlern nach Räumlichkeiten aus 6 Jahren sind nicht geeignet, Bedarf und Auslastung hinreichend zu begründen.
- Ein detailliertes Finanzierungskonzept wurde den Stadtverordneten bisher ebenfalls nicht vorgelegt. Wir kritisieren diese Vorgehensweise der Verwaltung schon seit Jahren und es hat sich bisher nichts daran geändert. Die Stadtverordneten werden mangels hinreichende Information nicht in die Lage versetzt, eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Nichtsdestotrotz haben wir uns im Ergebnis entschlossen, diese Bedenken zurück zu stellen und die Entscheidung für eine Galerie im Schützenhaus mit zu tragen. Wir wollen mit dieser Entscheidung die Kultur in unserer Stadt stärken.
Wir erwarten aber, dass der Bürgermeister dieses Votum als Auftrag versteht.
Das bedeutet für uns:
- Wir fordern die Erarbeitung einer tragfähigen und von einem erfahrenen Galeristen gestützten, dezidierten und fachlich fundierten Konzeption für die Galerie im Schützenhaus!
- Wir fordern die Stadtverwaltung auf, den Kontakt zu in Frage kommenden Galeristen herzustellen und in der nächsten Stadtverordnetenversammlung einen entsprechenden Namen zu benennen.
- Spätestens bis zum Jahresende erwarten wir auch die Vorlage einer stimmigen Konzeption.
- Dabei sollen vor allem regionale Bezüge besondere Beachtung finden und lokale Größen wie Karl Hagemeister bevorzugt berücksichtigt werden.
- Außerdem fordern wir zur nächsten Stadtverordnetenversammlung die überfällige, detaillierte Kostenaufstellung für den Dachausbau ein.

