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Antrag zur Verschönerung des Stadtwaldes

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Bürgermeister wird aufgefordert, bis zur nächsten Stadtverordnetenversammlung einen Bericht über den Zustand des Stadtwaldes vorzulegen. Im einzelnen soll eingegangen werden auf

  • die Anzahl der Mitarbeiter der Stadtverwaltung und/oder eines beauftragten Unternehmens, die den Stadtwald betreuen
  • die regelmäßig anfallenden Aufgaben und die daraus resultierenden Arbeitstunden, welche Mittel die Stadt Werder regelmäßig für Pflege, Erhalt und Instandsetzung des Stadtwald ausgibt

Darüber hinaus wird der Bürgermeister aufgefordert, ein Gesamtkonzept zur Verschönerung des Stadtwaldes mit Ausschreibung eines Ideenwettbewerbs an den Schulen in Werder vorzulegen.

Begründung:

Eine Verschönerung und Neukonzeptionierung für den Stadtwald in Werder ist dringend erforderlich. Unser Stadtwald wird nun 100 Jahre alt, aber er bietet momentan ein tristes Bild.

Die SPD/Die Grünen Fraktion beantragt daher, ein naturnahes, verträgliches Gesamtkonzept mit kleinen Attraktionen für den Stadtwald zu erarbeiten und stückweise umzusetzen.

Bei der Ausgestaltung unseres Stadtwaldes sollten die Bürger unserer Stadt vor allem die Kinder einbezogen werden. Wir stellen uns vor, dass die Stadt an den Schulen hierfür einen Ideenwettbewerb ausschreibt und die besten Ideen prämiert. Die Schulen könnten in Waldprojekten Ideen für bestimmte Waldbereiche entwickeln und bei der Umsetzung helfen. Damit können wir unserem Wald etwas Gutes tun und zugleich die Kinder an die Natur heranführen. Was ich selbst ausführe, weiß ich zu schätzen und kann es auch achten.

Ideen- und Bestandsaufnahme:

Die Goethe Freilichtbühne am Waldrand wurde vor einigen Jahren zu einer BMX Bahn umgestaltet, die allerdings nur einen geringen Zuspruch findet. Für diese Bühne, die in früheren Jahren 1.000 Besucher fassen konnte, sollte eine bessere Nutzungsmöglichkeit gefunden werden.

Die Rodelpisten weisen nach der Beanspruchung in schneereichen Wintern Schlaglöcher auf, die stärker ausgebessert werden müssten.

Der Heldenhain bildet das Herz des Stadtwaldes. Er sollte auch optisch wieder dazu werden. Dazu sollten die Gedenksteine dringend aufgearbeitet werden. Sie sind zum Teil erheblich verschmutzt und oft durch die Witterung unleserlich geworden. Die Gedenksteine bedürfen der Reinigung und Pflege, wenn sie nicht von der Witterung im Laufe der Jahre ganz zerstört werden sollen.

Der Brunnen in der Nähe des Heldenhains ist ebenfalls in einem vernachlässigten Zustand. Die Pflasterung des Bodens wurde herausgerissen.

Der Goldfischteich kann allenfalls noch als trübes Gewässer bezeichnet werden. Das Holz, welches den Teich einfriedet, ist zum Teil verfault und morsch. Die Wege um den Teich sind bei Regen unpassierbar, morastig und schlammig. Positiv ist allerdings die Tatsache, dass die Quelle noch sprudelt und dem Teich Wasser zuführt. Der Goldfischteich sollte wieder zu einem idyllischen Fischteich werden, an dessen Rand eine Laube steht, eingebettet in einen Gartenbereich mit Schattenpflanzen und Steingartenstauden wie in früheren Zeiten. Dies könnte die Attraktivität des Stadtwaldes an dieser Stelle deutlich erhöhen. Auch ein Waldlehrpfad und ein Barfuss Parcours wären möglich.

Kleinere Wege sind teilweise überwuchert oder durch abgeknickte Äste schwer passierbar. Der morastige Weg am Teich war ohnehin überhaupt nicht zu begehen

Der Stadtwald wird von der ehemaligen Deponie geteilt. Diese große Freifläche muss in eine Konzeption einbezogen werden, um diese Lücke im Wald sinnvoll zu nutzen oder zu schließen. Dazu bedarf es einer interessanten Gestaltung der Freifläche, die sich mit der ehemaligen Nutzung als Deponie verträgt. Auf dieser Fläche sind mehrere Nutzungen denkbar, von einer Gastronomie bis zum Wildgehege oder einem Trimm-Dich-Pfad. Besonders reizvoll erscheint der Gedanke, dass an dieser Stelle ein schönen farbenfrohen Park oder Landschaftsgarten angelegt werden könnte. Das passt wunderbar zu einem Erholungsort - und fehlt auch im Stadtgebiet- und könnte ein besonderer Höhepunkt eines Waldspazierganges werden

Im gesamten Wald fehlen Bänke zum Ausruhen. Die wenigen vorhandenen Bänke stehen an den falschen Stellen. Es sollten mehr Bänke aufgestellt werden und zwar an besonderes lohnenden Stellen. So könnten Sitzplätze für alle Jahreszeiten ausgewiesen werden, Plätze, die gerade im Winter einen schönen Ausblick bieten, aber auch Sitzplätze, an denen es im Sommer lohnt, Rast zu machen.

Am Schlangengrund sollte wieder eine Wildfutterstelle eingerichtet werden.

Wichtig ist der SPD/Die Grünen Fraktion auch eine Wegekarte, auf der neben den Wegen alle Attraktionen und Sitzplätze aufgezeichnet sind.