Mit Herz und Verstand für Werder (Havel)
Wahlprogramm für die Kommunalwahl 2008
Bei uns stehen die Kleinsten in der ersten Reihe.
Unser Leitbild ist die kinderfreundliche Stadt. Kinder sind unsere Zukunft, unser größter Schatz und unsere Freude. Sie sollen in unserer Mitte gesund und fröhlich aufwachsen, spielen und lernen können. Deshalb wollen wir:
- mehr Erzieherinnen für unsere Kitas einstellen, damit die Qualität der Betreuung weiter steigen kann.
- zuerst unsere Kitas und Schulen sanieren.
- dass Schulwegsicherheit Priorität hat, damit unsere Kinder auf sicheren Schulwegen morgens in den neuen Tag starten können.
- gemeinsam mit einem regionalen Bündnis für Familien die Angebote auch in den Ferien verbessern.
- unsere Kinder mit ihren Spielplätzen in unsere Stadt- und Dorfmitte holen.
Bei uns stehen auch die Älteren im Mittelpunkt.
Wir sehen Werder als eine Stadt, in der die Jungen den Älteren helfen und die Älteren den Jungen. Die Erfahrung der einen trifft auf die Kraft der anderen. Unsere Senioren brauchen besondere Aufmerksamkeit, aber sie stehen auch mitten im Leben. Deshalb wollen wir:
- alle Formen des Miteinanders der Generationen in Vereinen und Initiativen fördern. Dazu gehören z.B. Ersatzomas und -opas sowie Einkaufspartnerschaften.
- Pflegeberatungszentren und Mehrgenerationenhäuser fördern, damit ältere Menschen möglichst lange in ihrer angestammten Umgebung bleiben können.
- das Wissen und Können unserer Senioren aktiv in Kitas, Schulen und Stadtpolitik einbinden.
- den Busverkehr an den Bedürfnissen der Senioren ausrichten und ausreichend Sitzbänke im Stadtgebiet aufstellen.
- uns dafür einsetzen, dass sich ein Orthopäde in Werder niederlässt, um lange Fahrten zu vermeiden.
Bei uns fühlen sich alle willkommen.
Uns sind alle Einwohner von Werder gleich wichtig. Wir möchten Gräben und Sprachlosigkeit überwinden, damit alle Menschen in Werder eine Heimat finden. Deshalb wollen wir:
- einen modernen Bürgerservice, der über das Internet geführt wird und Ältere oder Kranke zu Hause aufsucht.
- alle öffentlichen Gebäude mit einem behindertengerechten und für Kinderwagen geeigneten Zugang ausrüsten.
- die Identität der Ortsteile erhalten und herausstellen und jederzeit mit unseren Ortsbürgermeistern und Ortsbeiräten eng zusammen arbeiten.
- bürgerschaftliches Engagement für ein harmonisches Miteinander wie z.B. Kurage unterstützen.
Bei uns zählt Ihre Meinung.
Wir wollen Ihre Meinung und Ihr Wissen auch zwischen den Wahlen erfahren und nutzen. Mitbestimmung endet bei uns nicht am Wahltag, sondern Mitbestimmung wird jeden Tag neu gelebt. Deshalb wollen wir:
- die Gründung eines Jugendbeirates unterstützen und ihm wie dem Seniorenbeirat ein Anhörungsrecht in der Stadtverordnetenversammlung geben.
- regelmäßig öffentliche Anhörungen und Einwohnerversammlungen zu wichtigen Themen durchführen.
- eine Partnerschaft zwischen unseren Schulen und der Stadtverordnetenversammlung, damit Jugendliche Kommunalpolitik hautnah erfahren können.
- regelmäßig vor wichtigen Entscheidungen in Werder die Meinung von Ihnen z.B. über Umfragen ermitteln.
Bei uns sind Bildung und Kultur in besten Händen.
Bildung und Kultur sind für uns das Aushängeschild einer lebenswerten Stadt. Viele Menschen in Werder engagieren sich hier. Wir möchten ihnen helfen und die Kräfte bündeln. Deshalb wollen wir:
- die Ausstattung unserer Schulen, Museen und unserer Stadtbibliothek ständig verbessern.
- Traditionen pflegen und entwickeln. Wir möchten ein Baumblütenfest, das der Blüte mehr Bedeutung gibt.
- alle Kulturschaffenden und Kulturvereine an einen Tisch bringen und ihnen Raum für neue Ideen geben. Dazu gehören "Stolpersteine" ebenso wie die Freilichtbühne.
- gemeinsam mit unseren Schulen und Kirchen, den Ehrenamtlichen und Aktiven in Vereinen und Verbänden Kultur, Bildung und Sport so fördern, dass alle mitmachen können.
Bei uns haben Wirtschaft und Handel gute Karten.
Unternehmen und Handel in Werder geben nicht nur vielen Mitmenschen Arbeit, sie beleben auch unser Stadtbild und bieten wichtige Dienstleistungen. Diese Basis für die positive wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt ist uns sehr wichtig. Deshalb wollen wir:
- Inselmarktplatz sowie Stadt- und Dorfzentren als Einkaufs- und Dienstleistungskerne entwickeln und vor weiterer Konkurrenz auf der freien Fläche schützen.
- Gewerbetreibende in die Stadtpolitik einbeziehen und bei Straßenbaumaßnahmen im Vorfeld beteiligen.
- das Brauchwasserwerk für unsere Obstbauern erhalten und das Leitungsnetz sanieren.
- sicher stellen, dass Fischerei auch in Zukunft wirtschaftlich möglich ist.
Bei uns gehen Natur und Tourismus Hand in Hand.
Wir fühlen, dass wir an einem Ort leben, wo andere Urlaub machen. Für uns bedeutet sanfter Tourismus, die Natur und Architektur zu schützen, die unsere Besucher anlockt und uns glücklich macht. Deshalb wollen wir:
- unsere Uferzonen und die Tiere und Pflanzen vor Dreck, Lärm und weiteren Stegen schützen.
- die Anpflanzung von Zierobst- und Obstgehölzen in der ganzen Stadt weiterführen, insbesondere im Hohen Weg.
- gemeinsam mit unseren Obstbauern den Urlaub auf dem Obsthof ausbauen.
- ein Konzept für unseren Stadtwald erstellen, um eine grüne Erlebnisoase zu schaffen.
- ein Verkehrskonzept für die Insel, dass den Bewohnern, den Gewerbetreibenden und dem Denkmalschutz gerecht wird.
- das Wasser des Plessower Sees wieder glasklar bekommen.
Bei uns wird Klimaschutz groß geschrieben.
Klimawandel und Energiepreise machen uns Angst. Wer morgen unter menschenwürdigen Bedingungen leben will, der muss jetzt unser Klima schützen. Diese Aufgabe lässt sich nur weltweit bewältigen, aber sie beginnt im Kleinen in jeder Stadt. Deshalb wollen wir:
- eine solare Stadt sein, die Photovoltaik auf jedem neuen oder sanierten Dach fordert und fördert und damit eine Alternative zur Windkraft setzt.
- unsere öffentlichen Gebäude wie Rathaus, Schulen und Kitas im Rahmen eines Energiekonzepts mit Hilfe von Energie-Contracting günstig energetisch sanieren und so Energie sparen.
- ein Verkehrskonzept für die ganze Stadt entwickeln, dass vor allem Feinstaub wirksam bekämpft.
Bei uns orientiert sich Städtebau an Ihrem Bedarf.
In den vergangenen Jahren ist in Werder viel gebaut worden. Noch immer aber gibt es Häuser und Straßen, die dringend saniert werden müssen. Dabei gibt es für uns klare Prioritäten. Deshalb wollen wir:
- ein Schulschwimmbad, das allen offen steht, für kleine Wettkämpfe geeignet ist und ein Babybecken enthält
- besonders sanierungsbedürftige und viel befahrene Straßen vorrangig erneuern.
- die Ortsteile mit sicheren Fahrradwegen verbinden.
- die besten Fassadensanierungen jährlich mit einem Preis auszeichnen.
- zusammen mit der HGW bezahlbaren Wohnraum sichern und Energiesparen belohnen.
- dass der Lärmschutz in Werder im Vordergrund steht.
Bei uns stimmt die Kasse.
Unsere Stadt hat eine gute Entwicklung genommen. Wir erleben viel Neues und sehen noch mehr, was wir uns wünschen. Dabei ist Augenmaß gefordert. Uns ist wichtig, dass wir uns auch in Zukunft leisten können, wofür wir uns heute entscheiden. Unsere Kinder sollen nicht auf unserem Schuldenberg sitzen, sondern ihre eigenen Entscheidungen treffen können. Deshalb wollen wir:
- bei jeder Investition darauf achten, wie sie uns in Zukunft mit Betriebs- und Erhaltungskosten belastet.
- die Hebesätze für kommunale Steuern an die wirtschaftliche Lage anpassen und wenn möglich senken.
- dass die Stadt die Erschließung, Entwicklung und Veräußerung von kommunalen Grundstücken selbst übernimmt.
- eine Schuldenbremse mit einem sog. Konjunkturzyklus, bei dem in guten Zeiten die Schulden abgebaut werden, die in schlechten Zeiten aufgenommen wurden, um die Lebensqualität zu erhalten.

